Verein

Der Heimatverein Hoffenheim wurde als „Arbeitsgemeinschaft Heimatpflege Hoffenheim“ 1985 in der Hoffenheimer Gemeindehalle gegründet. Initiatoren waren der damalige Rektor Hartmut Riehl, der letzte Hoffenheimer Bürgermeister Willy Flühr und der Sinsheimer Amtsrat Erwin Leucht. Nach einem Lichtbildervortrag „So schön ist Hoffenheim“ erläuterte Rektor Riehl die Ziele des Vereins: Pflege Hoffenheimer Kulturguts, Wachhalten des Heimatbewusstseins durch allerlei Veranstaltungen, Herausgabe heimatbezogenen Schrifttums und vor allem Rettung des Hoffenheimer Heimatmuseums, des zu diesem Zeitpunkt dem Untergang geweiht zu sein schien.

Ca. 50 Hoffenheimer trugen sich in die Liste der  Gründungsmitglieder ein. Gewählt wurde Hartmut Riehl als 1. Vorsitzender, Willy Flühr als 2. Vorsitzender, Herbert Riffel als Schriftführer, Herbert Strecker als Kassier, Erwin Leucht und Renate Hohl als Beisitzer.
In den folgenden Wochen wurde die Satzung ausgearbeitet und der Eintrag als „e. V.“ ins Vereinsregister der Großen Kreisstadt Sinsheim erwirkt.
Die ersten Aufgaben des Vorstands waren das Aufstellen eines Veranstaltungsprogramms, Herausgabe der ersten „Hoffenheimer Heimatblätter“ und – absoluter Schwerpunkt – die Bemühungen um die Rettung der in den Kellern der „Alten Schule“ vergammelnden alten Museumsbestände und die Suche nach einem neuen Museumsstandort.
Nach langen Verhandlungen mit der Großen Kreisstadt Sinsheim (Bürgermeister Müller) wurde schließlich dem Verein das zentrale, ortsbildprägende „Haus Dahlem“ („Alte Post“) samt dem Innenhof (an der Stelle der abgerissenen Zehntscheune der Gemmingenschen Ortsherrschaft) als künftiger Museumsstandort zugewiesen.
Nach langer Aufbauzeit konnte das Museum 1989 feierlich eröffnet werden. Neben der Betreuung des Museums bemühte sich die Vorstandschaft des Heimatvereis vor allem um heimatbezogene Veranstaltungen, teils einzelne Veranstaltungen, teils auch Veranstaltungsfolgen, – viele auch in Kooperation mit der örtlichen Volkshochschule. Immer wieder fanden Ortsbegehungen statt, so: auf den Spuren der jüdischen Geschichte Hoffenheims, auf Spurensuche Hoffenheimer Handwerks, Erkundung der Hoffenheimer Fachwerkwelt, Kunst und Kultur in Hoffenheim, die Hoffenheimer Kirchen, Spuren der Hoffenheimer Ortsherrschaften, Alt- Hoffemer Gebäude u. a. m.
Daneben wurden Flurgänge angeboten, z. B. zu den „Sieben Hügeln“ im Großen Wald, zum sagenumwobenen „Fröilisbrunnen“, zur „Dachsenfranzhöhle“ in der Horlesklinge, zum   „Goldenen Sarg des Königs“ oder zur „Mordklinge“ u. a.
Großer Beliebtheit erfreuten sich immer die sommerlichen Abendwanderungen zu den Orten der Umgebung, immer verbunden mit einem geschichtlichen Rundgang und anschließendenm Besuch einer Dorfwirtschaft, so: nach Zuzenhausen, nach Dühren, nach Waldangelloch, nach Daisbach, in den Krebsgrund u. a.
Sehr gut besucht (nicht nur von Hoffenheimern) waren die vielen Exkursionen des Heimatvereins zusammen mit der Volkshochschule: „Auf den Spuren der Geschichte“ in alle vier Himmelsrichtungen des Kraichgaus, ebenso „Burgen und Schlösser im Kraichgau“, „Kirchen und Klöster im Kraichgau“, „die Renaissance im Kraichgau“ u. a. m.
Eine große Anzahl heimatgeschichtlicher Lichtbildervorträge des Heimatvereins fand im Rathaussaal statt: „Heiteres und Besinnliches aus dem Kraichgau“, „Engelchen und Bengelchen im Kraichgau“, „Fachwerk im Kraichgau“, „Hoffenheim im Wandel der Jahreszeiten“, „Untergegangenes Hoffenheim“ u. a. m.
Viele Jahre lang bot der Heimatverein seine Teilnahme am „Kinderferienprogramm“ der Großen Kreisstadt an mit Aktivitäten rund um das Heimatmuseum oder mit „Märchenwanderungen“.
Zusammen mit dem Verein „Jüdisches Leben im Kraichgau“ bemüht sich der Heimatverein auch um das Wachhalten der jüdischen Vergangenheit Hoffenheims: die Kontaktpflege zu eh. Hoffenheimer Juden, die Errichtung von Gedenktafeln, die Eröffnung des „Fred und Menachem- Wanderwegs“ und das Gedenken der „Reichspogromnacht“.

Im Juli 2015 wurde mit einem großen Festakt nach einjähriger Vorbereitungszeit das Willi-Heinlein-Schreibmaschinenmuseum feierlich eröffnet. Es befindet sich direkt an das Heimatmuseum angrenzend im historischen Fachwerkgebäude „Haus Brehm“ in der Waibstadter Straße 10.
Die Sammlung des Hoffenheimer Büromaschinenmechanikers Willi Heinlein bildet die Grundlage des Museums für historische Schreib- und Rechenmaschinen mit etwa 200 sehr gut erhaltenen und funktionstüchtigen Schreibmaschinen sowie zahlreichen historischen Rechenmaschinen